Masage

                                                                                              

 Hallo, liebe Familie! 

 

 

Babymassage ist kein Programm, das erlernt wird, es ist ein empathischer Dialog zwischen zwei vertrauten Menschen. Sie ist eine wertvolle Zeit miteinander, die es verdient, besonderen Raum dafür zu schaffen. Achten Sie also nicht nur für genug und ungestörte Zeit, sondern auch auf Wärme und Geborgenheit, langsame Bewegungen, einstimmende Farben und vielleicht sogar stimmungsvolle Klänge. Spüren Sie in sich hinein, was richtig ist und achten Sie auf die Reaktion Ihres Kindes. Stimmen Sie die Umgebung an die Bedürfnisse ab. Die Babymassage selbst erfordert innere Ruhe, Offenheit, Achtsamkeit und ganz viel Liebe. Diese Form der Zuwendung ist eine sehr wichtige und wertvolle, von der Ihr Kind und Sie selbst lernen und schöpfen können. Sie als Mama oder Papa lernen Ihren kleinen Schatz immer besser kennen und schenken Ihrem Kind gleichzeitig Urvertrauen in eine ganz neue Welt


 

Wirkungen im körperlichen, 

psychischen und seelischen Bereich

 

Natürlich hat die Massage neben der elementaren Bindung- und Beziehungsförderung auch viele heilende Wirkungen

Forschungen haben gezeigt, das Babys, die regelmäßig massiert werden, stabiler sind – also weniger schreien und seltener krank werden, als andere Kinder. 

Die Massage kann Schmerzen und Beschwerden lindern und entspannt. 

Durch die liebevollen Berührungen werden das Körpergefühl und damit auch das Selbstvertrauen nachhaltig stabilisiert. 

In weiterer Folge wirkt sich die Massage auch auf die gesamte körperliche und geistige Entwicklung aus, weswegen sie auch bei Frühgeborenen eingesetzt wird. 

 

Einfach zum Nachdenken: 

In der Verhaltensforschung wurden die Lebensbedingungen von traditionellen Kulturen mehrfach untersucht. Babys dieser Völker weinen seltener und haben nahezu ständigen Körperkontakt zu den Bezugspersonen und ihre Bedürfnisse werden sofort erfüllt. Alles das ist möglich, weil junge Eltern die Unterstützung der sozialen Gemeinschaft haben und, ganz wichtig, auch den Müttern stärkende körperliche Zuwendung zuteil wird. Es ist selbstverständlich, dass man nur geben kann, wenn man auch nimmt. 

 

 Zeit und Ort 

 

Die beste Zeit für eine Massage ist dann, wenn das Baby wach und zufrieden ist. Auch während der Pflege (etwa nach einem Bad oder während einem Wickelvorgang) lassen sich ein paar liebevolle Berührungen einbauen. Es geht nicht darum, eine bestimmte Zeit abzuarbeiten, oder eine Griffreihenfolge auswendig zu können. Manchmal ist Platz für eine ausgedehnte Massageeinheit, manchmal vielleicht nur für ein kleines Kitzelspiel am Bauch. 

 

 

Wenn Sie mit der Babymassage beginnen, verlangsamen Sie Ihr Tempo, suchen Sie sich ein einstimmendes Ritual für den Beginn und wärmen Sie den Raum vor. Sobald Sie selbst bereit und entspannt sind, fragen Sie Ihr Kind, ob es bereit ist. 

Bitte nie vergessen: Wir respektieren den Wunsch des Kindes. Signalisiert es, dass es sich unwohl fühlt, reagieren wir sofort darauf und versuchen herauszufinden, was los ist. Diese Ursachenforschung ist wichtig, denn das Weinen des Kindes ist eine Kommunikationsform. Nach meiner Erfahrung lehnt kaum ein Kind die Babymassage ab, aber manche sind anspruchsvoll und leicht reizbar. Oder es ist derzeit einfach der falsche Zeitpunkt. 

 

Wann sollte das Kind nicht massiert werden: 

 

·       Unpassende Bewusstseinsphase sprich „Baby hat momentan einfach keine Lust dazu.“ - Lösung: Bedürfnis des Babys respektieren und ein andermal massieren. 

·       Mama hat „momentan einfach keine Lust dazu“. (Aber Papa vielleicht?) Lösung: Waage zwischen Bedürfnis des Kindes und Bedürfnis der Eltern finden, zum eigenen Empfinden stehen können, Papa fragen

·       Fieber oder Erkältungskrankheit, Kinderkrankheit oder Schmerzen ohne Kenntnis über deren konkrete Ursache - Lösung: Arzt aufsuchen 

·       Wunden 

 

Was ist sonst noch zu beachten: 

 

·       Duftende Essenzen sind in den ersten sechs bis zwölf Monaten nicht notwendig. Der Körpergeruch, vor allem der der Mutter, sind für den Säugling wichtige Interaktionsmittel, die nicht gestört werden sollten. 

 

·       In den ersten drei Lebensjahren sollten Kampfer, Eukalyptus, Thymian, Pfefferminz und Menthol nicht in die Nähe eines Kindes kommen. Sie können zu Verkrampfungen des Kehlkopfes und daher zu Atemstillstand führen! 

·       Benutzen Sie stets natürliches Öl ohne Zusatzstoffe. Hände weg von fertigen Mischungen und so genannten „Babyölen“ aus der Drogerie! 

·       Durch die Verwendung von Öl ist das Kind rutschig, beachten Sie dies beim anschließenden Hochnehmen des Kindes oder auf rutschigem Boden. 

·       In jedem Fall sollten Sie den Körper vor, während und nach der Massage vor dem Auskühlen schützen!